Es ergab sich, dass Orphi einen Rivalen erspähte. Orphi hatte sich auf Mightos Bitte hin in seine alte Paladin-Rüstung gequält - sie war ihm etwas eng geworden, da er dank den Cookies einer unbedeutenden Taruline zugenommen hatte - und wartete nun in den Aquädukten auf Mighto. Dort stand jedoch bereits an anderer Paladin, der bei Weitem edler gekleidet war! Dies missfiel dem stolzen Dragoon-Gott.

Kaum war Mighto angekommen, präsentiere Orphi stolz sein Schwert, um seine Macht und Stärke zu demonstrieren. Leider wusste er nicht, dass Mighto die ganze Zeit etwas bedrückte.

So erschrak Orphi zutiefst, als Mighto ihm den Rücken kehrte und demonstrativ nach der unbedeutenden Taruline Ausschau hielt.

Auf dem gesamten Weg durch die Aquädukte versuchte Orphi, Mighto beiseite zu nehmen, doch es gelang ihm einfach nicht. Er verstand nicht, was den Monk beschäftigte.

Dann plötzlich öffnete sich vor ihnen eine Tür. In dem von Laternen beleuchteten Raum befand sich ein Altar mit einem alten Relikt. Davor stand ein Priester. Orphi erschrak, als er dies sah, doch Mighto seufzte leise. "Sev...", murmelte er. Orphis Augen blitzen auf. Was hatte Mighto eben gesagt? Hatte er Sev etwa noch nicht vergessen? "Mighto! Lass uns kurzen prozess machen und uns hier und jetzt vermä...", platzte Orphi hervor, doch Mighto unterbrach ihn, indem er ihn mitten in den Bauch schlug. Orphi krümmte sich. "Hör auf mit dem Schwachsinn!", beschwerte sich Mighto, "Du hast vergessen, dass ich verlobt bin. Und ich nehme meine Bindungen ernst."

Mighto rannte davon. Orphi versuchte ihn einzuholen. Hatte Mighto etwa in diesem Raum heiraten wollen? Nein, dazu war der Raum zu hässlich gewesen. Orphi war sich sicher, dass dieser Altarraum Mighto an seinen Sev erinnert hatte. Er kam also nicht gegen den BlackMage an...

Unterdessen hatten Prishe und Ulmia mitbekommen, dass etwas zwischen Mighto und dem Drachen-Gott am Laufen war. "Ich finde es unglaublich, dass dieser Maitoh sich einbildet, er könne mit einer Gottheit zusammen sein!", beschwerte sich Prishe, die von den Chebukki-Geschwistern ziemlich angenervt war. Ulmia blickte sie nachdenklich an. "Ist doch wahr! Das ist nur eine Verschwendung von gutaussehenden Humes. Ich meine, der Drachen-Gott sieht viel besser aus, als dieser Monk.", fuhr Prishe fort, "Außerdem, wie können nur Leute des gleichen Geschlechts zusammenkommen? Das ist doch widerlich." Sie schüttelte sich, doch Ulmia blickte sie nur strafend an. 'Du hast doch mich, Prishe, warum sagst du dann sowas?', fragte sich die Rothaarige innerlich.

Unterdessen hatte Orphi Mighto eingeholt. Sie hatten sich in Riverne ins Gras gesetzt, um sich auszusprechen. So beschlossen sie gemeinsam, das Geschehene zu vergessen und wie zuvor auch gute Freunde zu bleiben, die alle Abenteuer erfolgreich bestehen - oder auch nicht.

Im morgentlichen Nebel nickten sich die beiden fröhlich zu. Vor ihnen lagen so viele Abenteuer, die sie zu bestehen hatten. Und sie hatten so viele Freunde, die zu Liebhabern werden konnten...
The End
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