...und der Mond schien helle, leuchtete uns in seinem tiefen Rot entgegen und wies uns den Weg durch die Wüste. Wir waren auf dem Weg zum Camp unserer Static, als mir der rote Mond auffiel. Kalt lief es mir den Rücken hinunter. Kurz schaute ich mich zu Chaosi um, doch er schien meinen besorgten Blick nicht zu registrieren. Vielleicht hatte ich auch nur zu viel Angst.

Ein Schatten huschte vorbei. Was war das gewesen? Eine Sandböe? Ein Stofffetzen? Eine Fledermaus? Ich blickte zum Mond hinauf.

Wieder nur meine Einbildung. Ich musste unbedingt bald wieder nach Sandy gehen und in der Kathedrale zu Altana sprechen. Schnell schnappte ich mir einen Chocobo und ritt geschwind zu unserem Camp voraus. Dabei traf ich auf einen seltsamen Vogel, wie ich ihn bisher noch nie gesehen hatte.

Wir kämpften fleißig und töteten selbst die gefährlichsten Biester und Dämonen!

Ich sah beruhigt zu, wie Chaosi sich in der Weißmagie übte. Er kennt sich inzwischen schon richtig gut aus. Ich bin ja so stolz auf ihn. Er ist in vielen Bereichen talentiert und ich bin erleichtert, dass er neben finsterer Magie auch die Magie des Lichtes beherrscht.
Doch ich muss zugeben, auch die Schwarze Magie hat ihre Vorteile. Es macht schon in gewisser Weise Spaß, Zauber auf das Monster zu casten, solange bis es stirbt. Dennoch bin ich stets in Sorge um meine Freunde. Auch wenn ich weiß, dass Chaosi sie heilt, kann ich nicht anders, als ihn zu unterstützen. Ich habe mich so gut es ging zurückgehalten, doch ständig zuckte es mir in den Fingern. Mit Gewissheit kann ich sagen, dass die Weißmagie DIE Magie für mich ist.
Mit dieser Erkenntnis machte ich mich auf, die Horutoto Ruinen zum wiederholten Male zu durchforsten. Dieses Mal ereigneten sich schockierende Dinge! Genüsslich lief ich umher und tötete die schwachen Goblins, völlig enttäuscht davon, dass sich keine Cardians herumtrieben. Als ich dann eine rissige Wand genauer untersuchen wollte, ragte plötzlich aus der Wand ein Arm heraus!!!

Ich erschrak zutiefst, wich zurück und starrte fassungslos auf die Wand. Die Geheimtür der Wand öffnete sich und Kawo kam herraus, während er sich beschwerte, eingeklemmt worden zu sein. Ziemlich erleichtert doch noch immer leichenblass wandte ich mich um. Auf einmal schwirrten Fledermäuse wild um meine Ohren. Ihre Flügel schlugen gegen meine neue schicke Mütze. Laut schrie ich auf und schlug mit meinem Stab wild um mich. Schnell lagen die Fledermäuse schwer verletzt am Boden. Sie waren meiner Wirbelattacke zum Opfer gefallen.

Mit klopfendem Herzen betrachtete ich die noch leicht zuckenden Körper am Boden. Ich erinnerte mich an den Bericht über die Hexen, die in Ronfaure gesichtet wurden. Waren diese Fledermäuse etwa auch Vorboten auf die nahenden Hexen? Hatten sie sich etwa auch schon nach Sarutabaruta hervorgeschlichen?
Ich bin zutiefst beunruhigt. In der letzten Zeit habe ich böse Vorahnungen und meine Träume sind finster und wirr. Hoffentlich passiert nichts schlimmes.
Yuu |